Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO)

Die Überwachung zur Lokalisation und Funktionskontrolle des N. facialis in der Parotischirurgie sowie kraniales und Gehörnervmonitoring bei der Entfernung von Akustikusneurinomen, sowie die Überwachung der Stimmbandnerven bei Eingriffen am Kehlkopf und die Kehlkopfdiagnostik sind die wichtigsten neurophysiologischen Anwendungen in der HNO.

Die Fasern des N. facialis sind bei einer Operation an der Ohrspeicheldrüse (Parotis) gefährdet. Eine Schädigung dieses Nerven kann dabei zu Lähmungen der mimischen Gesichtsmuskulatur und der anderen durch den N. facialis innervierten Muskeln und Drüsen führen. Durch das Facialis-Monitoring kann das Risiko einer solchen Schädigung gesenkt werden.  >

Akustikusneurinom

Bei mittleren Akustikusneurinomen müssen das Gehör und die wichtigsten Hirnnerven überwacht werden. Durch Erzeugung eines akustischen Reizes am Ohr kommt es bei einer ungestörten Reizweiterleitung zu so genannten akustisch evozierten Potentialen (AEPs) im Gehirn.  >

Schilddrüsenchirurgie

Verletzungen der Stimmbandnerven äußern sich durch Heiserkeit oder durch eine temporäre oder vollständige Stimmbandlähmung. Durch den Einsatz des Neuromonitorings kann das Risiko einer operativen Nervenschädigung vermindert werden. Insbesondere kann direkt nach der Operation eine eindeutige Aussage zur Funktion gemacht werden.  >

Kehlkopfdiagnostik

Funktionsprüfung des N. facialis (Frühdiagnose und Verlaufsuntersuchung) bei Facialisparesen und -läsionen.  >