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Neue Mapping Methode vereinfacht sichere Tumorresektion im Gehirn

Dynamisches kontinuierliches Mapping der Pyramidenbahnen nach Raabe

Mappingsauger: Chirurgischer Sauger und Mappingsonde in Einem


Das dynamische kontinuierliche subkortikale Mapping stellt eine neue Methode dar, die eine sichere Tumorresektion im Gehirn vereinfacht. Der Mappingsauger nach Raabe ermöglicht ein Absaugen während einer Tumorresektion im Gehirn und zusätzlich kontinuierliches, dynamisches Mapping der Pyramidenbahnen zur selben Zeit.

Die Mapping Methode nach Raabe

Das Konzept der Resektion von Tumorgewebe bis zu niedrigen Motorschwellen (3-5mA) bedeutet eine Verfeinerung der bisher klassisch angewandten Mapping Technik:

  • Das Mapping beginnt mit ca. 10mA Stromintensität (10mm Entfernung zu den Pyramidenbahnen).
  • Dabei ist die Stromintensität proportional zur Entfernung der Pyramidenbahnen (Grobe Richtschnur: 1mm ≈ 1mA).
  • Wird ein MEP ausgelöst, sollte der Strom in 2mA-Schritten reduziert werden, bis 5mA erreicht werden.
  • Sobald ein MEP ausgelöst wird, sollte die Resektion an einer von den Pyramidenbahnen weiter entfernten Stelle fortgeführt werden.
  • Die Saugerspitze befindet sich zu jeder Zeit an der zu resezierenden Stelle und ermöglicht kontinuierliches Mapping.
  • Das Ende der Tumorresektion sollte vom Chirurgen mit Rücksicht auf die bestehende OP-Situation und einer dafür geeigneten Stromintensität der kortikalen MEPs gewählt werden.

Die Methode basiert auf einer Resektion, die ausschließlich an Stellen durchgeführt wird, an denen kein MEP >> ausgelöst wird. Damit ermöglicht sie eine sichere Resektion des Tumorgewebes mit besserer Schonung der Pyramidenbahn. Das dynamische kontinuierliche subkortikale Mapping hilft somit eine postoperative permanente Parese zu vermeiden.

Vorteile des Mappingsaugers nach Raabe

  • Subkortikales Mapping mit zeitgleicher Absaugung
  • Die Tumorresektion wird sicherer
  • Kein Instrumentenwechsel mehr nötig
  • Kontinuierliches Audio-Feedback:
  1. Bei einem ausgelösten MEP alarmiert ein tiefer Ton den Operateur
  2. Ein hoher Ton signalisiert eine adäquate Stromintensität und eine problemlose Fortführung der Resektion

Merkmale Mappingsauger

  • Monopolare Stimulation erfolgt an der Spitze des Mappingsaugers
  • Oberfläche des Saugers ist isoliert, damit ist elektrischer Kontakt auf die Spitze des Mappingsaugers begrenzt
  • Anschlusskabel für den Stimulator wird an die Vorrichtung des Mappingsaugers befestigt
  • Stimulationsparamter und Anwendung unterscheiden sich nicht von der subkortikalen Stimulation über eine monopolare Sonde
  • 2mm aktive Spitze
  • Einfacher Anschluss an alle Stimulatoren mit 1,5mm Sicherheitsstecker
  • Anschluss an herkömmliche Sauger

Applikationen

  • Neurochirurgie >>
  • Schutz von Pyramidenbahn und Motorkortex während Tumorresektion
  • Direkte kortikale Stimulation

Auszeichnung Industriepreis 2016

Der Mappingsauger nach Raabe wurde 2016 mit dem „Industriepreis 2016“ in der Kategorie Medizintechnik ausgezeichnet.

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