Schmerztherapie

 

Die Behandlung von Schmerz – insbesondere des c­hronischen Schmerzes – bedeutet therapeutisch immer eine Herausforderung.

 

Intraoperative Neuromonitoring


Interventionelle Schmerztherapie nutzt minimalinvasive Verfahren mit dem Ziel einer dauerhaften Reduzierung des Schmerzes durch selektive Unterbrechung oder Veränderungen der Schmerzleitung der betroffenen Nervenbahnen. Dies geschieht entweder durch gezielte Medikamenten­injektion oder die Unterbrechung der Schmerzleitung durch neuro­destruktive Verfahren.

Verschiedene Methoden zur Schmerztherapie finden Anwendung

1. Die Kryoanalgesie

Eine Vereisung bei etwa -65 °C. Das Gefrieren bewirkt eine Axonotmesis, d. h. eine Durchtrennung des Axons und eine Beschädigung der Myelinscheide, die Hüllstruktur des Nervs bleibt jedoch intakt und ermöglicht eine Regeneration des Nervs.

Klingt die Betäubung ab, hat sich häufig die Reizung gelegt, und eine weitere Behandlung ist nicht nötig. Eine Wieder­holung der Behandlung ist jederzeit ohne Risiko für den P­atienten möglich.

2. Radiofrequenzthermoläsion

Die thermische Wirkung eines hochfrequenten Stromes von 300 kHz – 2 MHz wird in der Hochfrequenzchirurgie b­ereits seit Jahrzehnten bei operativen Eingriffen zum Schneiden und Abtragen von Gewebe genutzt. Hoch­frequenter Strom bewirkt eine Elektrolytverschiebung. Diese Ionenbewegung führt zur starken Erhitzung des Gewebes in E­lektrodennähe.

Ein großer Vorteil der Radiofrequenzthermoläsion liegt in der Möglichkeit, mit sehr dünnen Instrumenten äußerst präzise zu arbeiten.

 

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Produkte für die Schmerztherapie (Auswahl)

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Durch Kälteeinwirkung auf periphere Nerven können lang andauernde Analgesien hervorgerufen werden  >

HF-Läsionsgenerator für temperaturüberwachtes Läsionieren  >

Anwendungen für die Schmerztherapie (Auswahl)

Kryoanalgesie

  • lumbale Facettensyndrom
  • Facettensyndrom
  • Pseudoradikuläres Postnukleotomie-Syndrom (ausstrahlender Schmerz nach Bandscheibenoperationen)
  • Diskogener Schmerz ohne Bandscheibenvorfall (Nukleus pulposus-Prolaps)
  • Kokzygodynie (Coccygodynia-Steißbeinschmerzen)
  • Post-Thorakotomie-Schmerzen
  • Primäre und sekundäre Interkostalneuralgie
  • Neurombedingte Schmerzsyndrome

Radiofrequenzthermoläsion

  • Thermokoagulation des Ganglion Gasseri und Ganglion pterygopalatinum
  • Schmerztherapeutische Eingriffe am Rückenmark
  • Schmerztherapeutische Eingriffe an peripheren Nerven und Nervenwurzeln
  • Selektive Facettendenervation
  • Thermokoagulation des Ramus communicans
  • Sympathikus-Blockaden
  • Rhizotomie
  • DREZ-Tomie
  • Chordotomie