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delta-Elektrode zur Überwachung des N. recurrens bei Schilddrüsenoperationen

Optimaler Sitz am Nerv

Beim kontinuierlichen Recurrensmonitoring wird der N. vagus stimuliert, um die gesamte Nervenstrecke des N. recurrens im Operationsgebiet überwachen und schützen zu können.

Die delta-Elektrode wird hierzu um den N. vagus gelegt und hält dabei stets den Kontakt zum Nerv. Der entscheidende Vorteil der Elektrode ist ihre delta-artige Form, die die gut anliegende Position am Nerv ermöglicht und ein Ablösen der Elektrode verhindert. Durch den zuverlässigen Kontakt mit dem N. vagus kann eine technisch bedingte Signalabschwächung oder gar ein Signalverlust der delta-Elektrode vermieden werden. Das ermöglicht dem Chirurg sofort zu erkennen, wenn sich der N. recurrens in Gefahr befindet, und zu handeln, bevor eine Reduktion der Nervenleitfähigkeit zu einer irreversiblen Nervenschädigung wird.

Mit Hilfe des ALM® Tube, einer multifunktionalen Kombination aus PVC Endotrachealtubus und Oberflächenelektroden, kann eine optimale EMG-Ableitung an den Stimmlippen vorgenommen werden. Dank seiner 8 langen Messkontakte und seiner einfachen Platzierung an den Stimmlippen bietet der ALM® Tube eine zuverlässige Signalerfassung am M. vocalis. Die 360° Sensorabdeckung gewährleistet dabei absolute Signalstabilität bei Tubusrotation oder vertikaler Dislokation. Der Chirurg profitiert von einer einfachen Platzierung der Elektrode an den Stimmlippen. Durch das flache Oberflächenprofil und die stumpfen Kanten des ALM® Tube können Verletzungen der Trachea vermieden werden.

Durch das intraoperative Neuromonitoring wird dem Operateur die Möglichkeit eröffnet nach einer einseitigen Schilddrüsenresektion, mit möglichem Verlust der Nervenfunktion, die Operation zu beenden. Nach positivem Erhalt der ipsilateralen Funktion des N. recurrens kann kontralateral weiter operiert werden. Durch frühzeitiges Erkennen von Nervenschädigungen kann somit die beidseitige Recurrensparese weitestgehend vermieden werden.

Erhöhte Patientensicherheit durch Neuromonitoring des N. recurrens

Die Teilentfernung der Schilddrüse (subtotale Thyreoidektomie) oder deren vollständige Entfernung (totale Thyreoidektomie), im Zuge einer chirurgischen Therapie von Schilddrüsenerkrankungen, birgt die Gefahr einer Schädigung des Stimmbandnervs, dem N. recurrens. Wird der N. recurrens vom Operateur verletzt, kann das schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Schädigungen des N. recurrens können in leichter kurzzeitiger Heiserkeit direkt nach der Operation resultieren oder im schlimmsten Fall zu einer beidseitigen dauerhaften Stimmbandlähmung führen.

Beidseitige Recurrensparese vermeiden

Durch das intraoperative Neuromonitoring >> in der Schilddrüsenchirurgie kann die Funktion des N. recurrens überwacht werden. Insbesondere besteht die Möglichkeit direkt nach der Resektion eine zuverlässige Aussage zur Funktion der Stimmbandnerven zu treffen. Hierbei ist oberstes Ziel die beidseitige Recurrensparese zu vermeiden.

Während des Eingriffs kann der Chirurg mittels Handsonde den N. recurrens lokalisieren sowie dessen Funktion prüfen. So wird die Nervenfunktion zu Beginn und am Ende der Operation dargestellt. Zusätzlich ermöglicht das kontinuierliche Neuromonitoring eine akustische und visuelle Rückmeldung über die Nervenfunktion in Echtzeit und gibt dem Operateur die Möglichkeit durch rechtzeitiges Reagieren eine Recurrensparese zu vermeiden.

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